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Die Umgebung des Fernsehturms

Die Umgebung des Fernsehturms

Wie ein Blick durchs Fernglas! Wenn man statt einem Weitwinkel ein leichtes Teleobjektiv benutzt, entsteht zwar im Panorama nicht soviel Raumgefühl, dafür erkennt man wesentlich mehr Details. Suchen Sie Orte am Horizont – oder Ihr Haus im Vordergrund.

Making-of Fernsehturm Kugelpanorama

Die 360x180°-Aufnahme vom 28.04.2005 stellt (mutmaßlich weltweit) eine Pionierleistung dar, weil sich bis dahin niemand damit beschäftigte, wie man in einem Kugelpanorama von einer Aussichtsplattform mit dem Gebäude umgeht, auf dem man steht. Prinzipiell klar und unproblematisch ist es, dass man zunächst im Kreis herum die Umgebung fotografiert. Richtet man dabei die Kamera auch nach unten, ist jedoch das Gebäude zu sehen, auf dem man steht – in diesem Fall die Fassade der Fernsehturmkanzel und der Turmschaft. Daraus lässt sich nach geometrisch-optischen Gesetzen keine vernünftige Ansicht konstruieren. Es bleibt immer ein Loch im Nadir (= der tiefste Punkt in einem Kugelbild). Das einfachste wäre, so zu tun, als existiere das Gebäude nicht. Dazu könnte man das Loch mit umliegendem Gelände retuschieren, also Wiese oder Asphalt, etc.

Die nächste naheliegende Möglichkeit wäre, eine (senkrechte) Luftaufnahme des Gebäudes anstelle des Lochs einzusetzen. Wenn man aber gerade keine Luftaufnahme zur Hand hat? Grübel, grübel. Dann konstruiert man sich diese senkrechte Ansicht aus anderen Bildern! So geschah es also für dieses Motiv: Im Zentrum des Nadir sehen Sie (als Symbol für die Antenne) eine Art rot-weißen Kompass. Die ringförmige graue Fläche um das Zentrum ergibt sich durch ein Panoramafoto von der bekritzelten Betonwand der oberen Aussichtsplattform. Der nächste Ring besteht aus 38 Einzelfotos der Bronzetafeln, die am Geländer der Plattform angebracht sind. Natürlich in korrekter Reihenfolge und Ausrichtung (auch wenn die Auflösung nicht reicht, um Details zu erkennen). Der äußere Ring schließlich besteht aus Teilen der realen Aluminiumverkleidung. Insgesamt vermittelt diese Fotocollage die Illusion, man würde den Turm von senkrecht oben sehen, zeigt aber durchaus noch mehr informativen Bildinhalt als eine Luftaufnahme.

Mehrere Tage Arbeitszeit flossen in dieses Projekt, viele viele Stunden Retusche waren nötig. Ein versierter Kollege aus Mexiko half beim Stitching (das Zusammensetzen der Einzelbilder), bei dem die üblichen Parameter für sphärische Bilder ein wenig ausgetrickst werden mussten. Die Übertragung der Datenmengen zwischen Deutschland und Mexiko war zu dieser Zeit auch eine Geduldsprobe.

Es passt zusammen: Für den ersten Fernsehturm der Welt das erste collagierte Kugelpanorama der Welt. Mir ist bis dato kein vergleichbares Bild bekannt. Es wurde meist die einfache Variante gewählt, den Boden zu retuschieren ... Wer eines entdeckt, schicke mir bitte den Link!

Einzigartiges Aussichtserlebnis

Einzigartiges Aussichtserlebnis

Man fragt sich »Wie geht das denn?« – Eine ausführliche Making-of Beschreibung würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, die Perspektive tut es eh schon. Trauen Sie Ihren Augen nicht und genießen Sie die einmalige Aussicht vom ersten Fernsehturm der Welt! ... Nicht vergessen: wenigstens einmal ganz ein und aus ZOOMEN!

Fernsehturm Rundblick

Fernsehturm Rundblick

Für Panoramafotografen eine echte Herausforderung: Handgehaltene Einzelfotos von der Plattform eines Aussichtsturms mit einer Stitching-Software aneinanderzureihen bringt etliche Schwierigkeiten mit sich. Dieses Motiv sollte eigentlich nur ein Experiment sein, ist dann aber gut genug gelungen, um es hier nicht vorzuenthalten.

Stuttgart hinter Gittern

Stuttgart hinter Gittern

Erst 2013 im Archiv entdeckt: die Bilddaten eines Fisheye Objektivs als Vorlage für ein Kugelbild (sphärisches Panorama).

Stuttgart hinter Gittern

Stuttgart hinter Gittern

Einen Rundblick vom Turm des Hauptbahnhofs durch das Gitter zu fotografieren ist praktisch unmöglich. Also warum nicht das Gitter einbeziehen? Wie immer zur Blauen Stunde mit intensivsten Farben, zeigt sich Stuttgart hier tatsächlich hinter Gittern.

Detaillierte Dachaussicht

Detaillierte Dachaussicht

Ein ungewöhnlicher Ausblick auf das Stuttgart 21 Gelände vom Dach des Hochhauses Friedhofstraße 25. In den anderen Richtungen sieht man über den Pragfriedhof und ins Neckartal hinaus.

Blick auf die Brache

Blick auf die Brache

Ein ungewöhnlicher Ausblick auf das Stuttgart 21 Gelände vom Dach des Hochhauses Friedhofstraße 25. Mit Weitwinkelobjektiv aufgenommen ergibt sich ein großes vertikales Sichtfeld.