Die Meeresorgel von Zadar

Die Meeresorgel von Zadar

Betörende Musik gespielt vom azurblauen Meer! Das preisgekrönte Projekt »Morske orgulje« des kroatischen Architekten Nikola Bašić lädt zur Meditation ein. Wie es klingt? Hören Sie hier im Kurzfilm auf YouTube. HTML5 VR für Smartphones Großes JPG Bild anzeigen

Texte vom »Zadar Tourist Board«:

Die Meeresorgel liegt in der Nähe der neuen Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe an der Uferpromenade von Zadar. Sie wirkt wie eine besondere Küstenformation mit einigen Reihen von Treppen, die ins Meer hinabführen. Die Treppen erstrecken sich über etwa siebzig Meter. Darunter sind auf der Ebene des niedrigsten Wasserstandes senkrecht zum Meeresspiegel 35 Rohre verschiedener Längen, Durchmesser und Neigungen eingesetzt, die sich schräg bis zum Promenadenpflaster erheben und in einem Kanal (einem Serviceweg) enden. Auf diesen Rohren stecken Laiben (Pfeifen), die sieben Akkorde aus fünf Tönen spielen. Oberhalb des Kanals befinden sich durchbrochene Steinstufen, aus denen die akustischen Schwingungen hervorkommen und für die Passanten hörbar werden.

Dies ist ein Ort der Verbindung menschlicher Ideen und Techniken mit der Energie des Meeres und der Wellen, mit dem Wasserstand und der Flut, ein Ort zum Entspannen, zum Nachdenken und für Gespräche beim ununterbrochenen Konzert der mystischen Töne dieses »Naturorchesters«.

Die Meeresorgel wurde 2005 nach einem Plan des Architekten Nikola Bašić angefertigt. Dabei leistete eine ganze Reihe von Fachleuten Unterstützung: Der Sachverständige für die Meereshydraulik war Prof. Vladimir Andročec von der Ingenieurswissenschaftlichen Fakultät in Zagreb, die Rohre fertigte Goran Je ina aus Murter, die bekannte Orgelbauerwerkstatt Heferer aus Zagreb konstruierte 35 Labien für jedes Rohr, und musikalisch gestimmt wurden sie von Prof. Ivica Stamać aus Zagreb.

Der kroatische Architekt Nikola Bašić erhielt für das Projekt der Zadarer Meeresorgel 2006 in Barcelona den Europäischen Preis für einen städtischen öffentlichen Raum. Es gewann die Wertung als bestes Projekt unter 207 kandidierenden Projekten aus ganz Europa.